Dreiteilige Seminarreihen (2x/Jahr) mit Christoph Schlüter

    
Die Fortbildungen finden an Mittwochnachmittagen (15 bis 18.20 Uhr) statt. Die Videoaufzeichnungen stehen nachträglich eine längere Zeit zu Ansicht (Link zur Videoaufzeichnung) zur Verfügung.

Die Seminare können einzeln gebucht werden. Die Teilnahmegebühr liegt bei 40 Euro pro Seminar und beinhaltet auch ein Skript. Alle Patientendaten werden in anonymisierter Form weitergegeben und unterliegen der Schweigepflicht.

Der Dozent Christoph Schlüter

1967 in Dortmund geboren. Eigene Praxis für Klassische Homöopathie seit 1996 in Weingarten (LK Ravensburg), Dozent für schulmedizinische Themen und Aus- und Weiterbildung in Klassischer Homöopathie, Referent bei den Homoeopathia-viva Kongressen 2016 und 2018. Seit 2010 Stammautor in der "Homoeopathia viva", des Weiteren Beiträge in der "Homöopathie Zeitschrift" und der "Homöopathie Konkret".

Spezielle Ausbildungsreihen und intensive Beschäftigung mit:
- der Miasmatik bei Henny Heudens-Mast und nach Dr. Banerji
- dem Arbeiten nach homöopathischen Familien nach M. Mangialavori und R.  Sankaran
- Verschreibung anhand der systematischen Überlegungen zum PSE nach Jan Scholten
- Homöopathie und kindliche Entwicklung nach dem Stress-Zyklus von Dr. Andreas Richter
- Genuine Homöop. nach Hahnemann, Polaritätsanalyse nach von Boenninghausen (M. Kohl, H. Frei)
- neue Ansätze in der alternativen Krebstherapie nach R. Sonnenschmidt
- botanische Zuordnung der in der Homöopathie verwendeten Pflanzen nach M. Yakir
- Seminarreihen bei K.-J. Müller, A. Schadde u.a.

"Nach längeren Auslandsaufenthalten besuchte ich 1992 das 'Zentrum für Naturheilkunde und Homöopathie' in Ravensburg. Noch während dieser Zeit kam ich in Kontakt mit der Homöopathie, die mich seitdem nicht mehr losließ. Nach der ersten Begeisterung für das Gedankengut von Samuel Hahnemann erkannte ich jedoch bald, wie komplex diese Methodik in ihrer praktischen Anwendung ist, sodass selbst Hahnemann von seiner 'rationellen Heilkunde' zu dem Begriff der 'Heilkunst' überging. Seit 1996 übe ich die sog. Klassische Homöopathie in meiner Praxis in Weingarten aus. Durch meine zusätzliche Tätigkeit als Dozent an Naturheilkunde-Schulen und hier insbesondere die Aus- und Weiterbildung von Homöopathen, erfahre ich von den Schwierigkeiten beim Erlernen, ganz besonders aber beim Ausüben dieser Therapie. Es ist mir ein Anliegen geworden, die vielen theoretischen Ansätze innerhalb der Homöopathie als ein anwendbares Konzept darzustellen. Neben der Inspiration durch die alten aber auch neuzeitlichen Meister in der Homöopathie bin ich immer wieder fasziniert von der großartigen Ordnung, die in und hinter allen Dingen zu spüren ist." 

Fortbildungspunkte für Ärzte & Heilpraktiker

DZVhÄ: Vier Punkte pro Fortbildung für den Erhalt des DZVhÄ-Diploms (beantragt).

Heilpraktiker: Es werden vier Punkte Homöopathie-Fachfortbildung (SHZ, BKHD) attestiert.

Teilnehmer aus der Schweiz: Es werden u.a. die genauen Zeiten/Anzahl der Unterrichtseinheiten (4x45 min) und der detaillierte Inhalt der Fortbildungsmaßnahme (Arzneimittel und Titel aller besprochenen Fälle) attestiert.
Bei nachträglicher Anmeldung wird die Bereitstellung der Videoaufzeichnung (statt einer Live-Teilnahme) bescheinigt.

Fortbildungstermine und Themen mit Christoph Schlüter

Bei bereits vergangenen Veranstaltungen erhalten Sie die Unterlagen (Skript, Fälle, z. T. auch Repertorisationen und AMB) und den Link zur Videoaufzeichnung, bei zukünftigen Fortbildungen natürlich auch den Link zur Live-Teilnahme. 
   

I/2023: Chron. Erschöpfungszustände bis Burnout I-III

"Ich bin ausgebrannt - ich kann nicht mehr!" Müdigkeit und Erschöpfung sind von jeher keine unnatürlichen Zustände, aber schon im Jahre 1974 beschrieb der deutsche Psychoanalytiker Herbert Freudenberger ein zunehmend beobachtbares Phänomen: den Burnout! Und so sehen auch wir in unseren homöopathischen Praxen eine immer größer werdende Anzahl von Patienten mit echten Erschöpfungszuständen. Die diagnostische Unterteilung wurde dabei um das sog. "CFS" (chronisches Fatigue-Syndrom) und deren mögliche Ursachen erweitert, die schließlich zu einem eklatanten Energieverlust führen können. In dem dreiteiligen Seminar werden wir auf dieses zutiefst individuelle Erschöpfungsmuster eingehen, das als Folge einer (infektiösen) Grunderkrankung, aber auch im Zuge eines inneren, unerlösten Konfliktes entstehen kann. Ein weiterer Schwerpunkt werden Erschöpfungszustände nach der neuartigen mRNA-Impfung und ihre mögliche Heilung sein. Angesprochen werden auch die Bedeutung und Beeinflussung des inneren Milieus und der hormonellen Regulationskreise und die Entwicklung einer besseren „Selbst-Achtsamkeit“.

15. Februar: Chronische Erschöpfung / Burnout I

Pathogenese und Symptomatologie von CFS und Burnout. Das spezielle Erschöpfungsmuster von Hydrogenium und den Säuren (u. a. Acidum carbolicumAcidum muriaticumAcidum hydrocyanicum) anhand von Fällen und ihre Differenzierung zu den ausgebrannten Kohlenstoffen Carbo animalis und Carbo vegetabilis.

29. März: Chronische Erschöpfung / Burnout II

Erschöpfung durch Sorgen, Frustrationen und anhaltenden Kummer: Fällen aus der Familie der Rautengewächse (Citrus vulgaris (Bitterorange), Ruta graveolens) und der Gräser (Triticum vulgare (Weizen), Avena sativa (Hafer), Bambusa arundinacea). Je nach Restzeit stehen noch Praxiserfahrungen zur Colannuss Cola nitida und zu Vanilla aromatica bereit.

17. Mai: Chronische Erschöpfung / Burnout III

Ein Schwerpunkt dieses dritten Seminarteils sind mineralische Arzneien und Fälle aus der zum Burnout neigenden „Arbeitsserie des Periodensystems“ (4. Reihe) wie Kalium carbonicum, Ferrum muriaticum, Selenium und Manganum aceticum. Daneben eine bemerkenswerte Heilung eines Post-Vac-Syndroms (chron. Erschöpfung) unter Zincum phosphoricum. Je nach Restzeit ist auch noch einen Fall von Cochlearia armoracia (Meerrettich) aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) angedacht.

   

Noch als Aufzeichnung verfügbar: Kinder I-III

Die Links der Videoaufzeichnungen sind bis 30. Juni 2023 freigeschaltet.

Kinder I - Geburt und 1. Lebensjahr ("vegetatives Ankommen im Sein", Bindungsfähigkeit"

Die Videoaufzeichnung ist bis 30. Juni 2023 freigeschaltet. Unterlagen: Script zur kindlichen Entwicklung, Fälle (zumeist mit Repertorisation), AMB, Themen der Meeresmittel.

Entwicklungspsychologisch geht es bes. in der Zeit unmittelbar nach der Geburt um die Erfahrung von Nähe: Augenkontakt, Gehalten-Werden, Geschütztsein bei Angst, etc. Erfüllen die Eltern diese Grundbedürfnisse des Kindes, legen sie den Grundstein für das Urvertrauen. Kommt es hingegen zu einem „Bruch“ in dieser Phase, können sich Ur-Ängste entwickeln, die sich homöopathisch in bestimmten Arzneien widerspiegeln. Ein weiterer sehr wichtiger Prozess ist die Entwicklung einer stabilen Beziehung/Bindung vom Kind zu seiner/n Bezugsperson/en. Eine der zentralen Fragen lautet hier, wie die Umgebung diese Kontaktaufnahmen beantwortet. Bei einem „Bruch“ in dieser Phase der Entwicklung können Gefühle des Ausgestoßen- und Alleinseins entstehen, das ADHS hat hier einen möglichen (!) Ursprung, und in einer Steigerung auch die Autismus-Formen. 

Fälle: Lithium carb., Borax, Aqua amniota (Fruchtwasser), Hippocampus cuda (Seepferdchen), Laurocerasus, Stramonium.

Kinder II - 2. und 3. Lebensjahr (Entwicklung von Beziehungsfähigkeit und Autonomie)

Die Videoaufzeichnung ist bis einschließlich 30. Juni 2023 freigeschaltet. Unterlagen: Script zur kindlichen Entwicklung, Fälle (zum Teil mit Repertorisation).

Bereits mit zwei bis drei Jahren ist im Bereich des Körpers die rasanteste Entwicklungszeit vorüber, da das Kind schon jetzt die Hälfte seiner späteren Körpergröße erreicht hat. Das Kind kann seine motorischen Fähigkeiten bewusst einsetzen, es kann zunehmend sprechen und seine Ausscheidungen kontrollieren. Diese Entwicklungsphase der Autonomie kann bei einem hier erfolgten Bruch zu einem Mangel an Selbstvertrauen führen wie auch zur Angst, eigene Grenzen zu setzen.

Vorgestellte Fälle: Arzneien aus der 3. Reihe des Periodensystems: Alumina, je eine Natrium- und Magnesiumverbindung, Coffea cruda (ADHS), Cypripedium pubescens.

Kinder III - 3. bis 6. Lebensjahr (Identitätsentwicklung, AD(H)S, autistische Störungen)

Die Videoaufzeichnung ist bis 30. Juni 2023 freigeschaltet. Unterlagen: Script zur kindlichen Entwicklung, Fälle (zum Teil mit Repertorisation).

Im Alter von drei bis sechs Jahren zeigt sich die Phase der Identitätsentwicklung. Das Kind erkennt auch, dass es in seiner Umgebung männliche und weibliche Personen gibt. Es artikuliert auch zunehmend eigene Wünsche - Haben-wollen und etwas als Eigentum zu besitzen sind wichtige Momente in dieser Entwicklungsphase. Im gleichen Lebensalter beginnt auch die moralische Entwicklung. Ein besonderes Augenmerk wird die Darstellung und Behandlung des Asperger- bzw. Autismus-Syndroms sein. (Die drei AD(H)S-Fälle sind ein "Nachhang" aus "Kinder II" und werden zu Beginn in Kürze vorgestellt und erläutert.)

Vorgestellte Fälle: AD(H)S: Tarantula, Medorrhinum, Mercurius; Cantharis (Asperger-Syndrom), Taxus baccata (Verdachtsdiagnose: autistische Störung), Agraphis nutans (autist. Störung), Lac caninum.

   

Einige Rückmeldungen von Teilnehmern zur Webinarreihe "Kinder I-III" finden Sie hier.